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Sicherheitsdienst-Software im Vergleich (2026)

Jonas Weber · · Zuletzt aktualisiert: 6. August 2026 · 3 Min. Lesezeit

Software für Sicherheitsdienste teilt sich grob in drei Lager: etablierte Branchen-Platzhirsche, generische Dienstplaner und Guard-Tour-Spezialisten. Keines ist pauschal das beste — sie decken unterschiedliche Bedürfnisse ab. Welches passt, hängt davon ab, ob du vor allem Kontrollgänge dokumentierst, tariftreu abrechnest oder Stadion- und Auftraggeber-Anforderungen erfüllen musst.

Transparenz vorweg: Dieser Vergleich stammt vom Team hinter Sentri. Wir haben uns bemüht, nur nachprüfbare, sachliche Aussagen zu treffen und Sentris eigene Lücken offen zu benennen — lies ihn trotzdem mit diesem Hintergrund.

Zwei Welten plus die Spezialisten

Am Markt stehen sich zwei Ansätze gegenüber, dazu kommt eine dritte, spezialisierte Kategorie.

Die etablierten Branchen-Platzhirsche (etwa SEC|PLAN oder DISPONIC) sind security-nativ und sehr breit: Sie decken Wächterkontrolle, Bruttolohn mit Tarif, Subunternehmerverwaltung und Bewacherregister ab. Manche laufen noch als klassisches System statt als moderne Cloud, und Weiterentwicklung folgt der Roadmap des Herstellers.

Die generischen Dienstplaner (etwa Papershift oder Planday) sind modern und einfach, kennen aber die Besonderheiten der Sicherheitsbranche kaum — von §34a über tariftreue Zuschläge bis zum Auftraggeber-Format.

Die Guard-Tour-Spezialisten (etwa Coredinate) sind auf Wächterkontrolle und Wachbuch fokussiert. Sie ergänzen einen Planer, ersetzen ihn aber nicht.

Vergleich zentraler Funktionen

Die Tabelle zeigt, wo die Kategorien üblicherweise stark sind. „Ja” heißt öffentlich belegt vorhanden, „k. A.” heißt auf den geprüften Anbieterseiten nicht bestätigt — das ist kein Beweis für ein Fehlen. Sentris eigene Werte sind bewusst ehrlich gesetzt.

FunktionSentriBranchen-PlatzhirscheGenerische DienstplanerGuard-Tour-Spezialisten
Moderne Cloud-OberflächeJateilsJaJa
Dienst-/EinsatzplanungJaJaJateilweise
Wächterkontrolle / WachbuchNeinJak. A.Ja (Kern)
Auto-Zuschläge Nacht/Sonntag/FeiertagJaJateilweisek. A.
Bruttolohn + BDSW-TarifteilweiseJak. A.k. A.
Lohn-Export DATEV/Lexwarein ArbeitJateilsk. A.
Qualifikations-AblaufwarnungJateilsk. A.k. A.
DFB-Stadion-QualifikationJak. A.k. A.k. A.
Einsatzliste im Auftraggeber-FormatJak. A.k. A.k. A.
Lohnabrechnung digital signierenJak. A.k. A.k. A.
Operatives KI-ReportingJak. A.teilweisek. A.
Mitarbeiter-AppJaJaJaJa

Wichtig zur Einordnung: Die Qualifikations-Ablaufwarnung ist kein Alleinstellungsmerkmal — mindestens ein etablierter Branchenanbieter bietet sie ebenfalls.

Für wen eignet sich welcher Typ?

Wo Sentri stark ist — und wo nicht

Ehrlich zuerst zu den Lücken: Sentri bietet keine Wächterkontrolle und kein digitales Wachbuch — wer Kontrollgänge revisionssicher nachweisen muss, braucht dafür ein spezialisiertes System. Der DATEV-/Lohn-Export ist in Arbeit und noch nicht live; Sentri rechnet nicht selbst ab, sondern liefert saubere Stundendaten fürs Lohnbüro.

Stark ist Sentri dort, wo Event- und Ordnungsdienste konkrete Schmerzen haben: DFB-Qualifikationen als Matrix mit Ablaufwarnung, Zuschlags-Automatik nach Bundesland, die Einsatzliste im Original-Format des Auftraggebers, digitale Signatur von Dokumenten und ein KI-Reporting, das aus einer Freitextfrage einen Pivot und einen Excel-Export baut. Wenn heute noch in Excel geplant wird, setzt genau hier der Unterschied an.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

Diese Checkliste ist anbieterneutral:

  1. Deine Kernaufgabe zuerst. Kontrollgänge, Lohnabrechnung oder Event-/Auftraggeber-Anforderungen — kaufe für den Bedarf, der dir am meisten Zeit kostet.
  2. Security-native Funktionen prüfen. §34a-Workflow, Bewacherregister, tariftreue Zuschläge — kann das Tool das, oder biegst du dir einen generischen Planer zurecht?
  3. Datenhaltung und DSGVO. Wo liegen die Daten, gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag?
  4. Export und Übergabe. Kommen die Stunden sauber ins Lohnbüro oder in dein Abrechnungssystem?
  5. Weiterentwicklung. Wie reagiert der Anbieter, wenn dir etwas Konkretes fehlt — kommt es, und in welchem Zeitrahmen?
  6. Gesamtkosten. Lizenz, Setup, Schulung und die eingesparte Arbeitszeit zusammenrechnen, nicht nur den Monatspreis.

Am belastbarsten ist ein Test mit deinen eigenen Abläufen. Sentri kannst du in einer Demo-Umgebung mit Beispieldaten ausprobieren und prüfen, ob die Event- und Auftraggeber-Funktionen zu deinem Betrieb passen.

Quellen

Häufige Fragen

Was kostet Software für Sicherheitsdienste? +

Das reicht von wenigen Euro je Mitarbeiter und Monat bei generischen Dienstplanern bis zu Lizenz- plus Nutzungsmodellen bei Branchensoftware, oft zuzüglich Setup und Schulung. Manche Anbieter nennen Preise öffentlich, andere nur auf Anfrage. Rechne Lizenz, Einrichtung und eingesparte Arbeitszeit zusammen, nicht nur den Listenpreis.

Welche Software kann Wächterkontrolle? +

Wächterkontrolle und digitales Wachbuch sind die Stärke von Guard-Tour-Spezialisten und den etablierten Branchen-Platzhirschen. Sentri bietet das bewusst nicht — wir bündeln Planung, Zuschläge und Nachweise, ersetzen aber kein Streifennachweis-Tool. Wer Kontrollgänge dokumentieren muss, braucht ein darauf spezialisiertes System.

Welche Software hat DATEV-Export? +

Mehrere Back-Office-orientierte Anbieter bieten einen DATEV- oder Lexware-Export. Bei Sentri ist der Lohn-Export derzeit in Arbeit und noch nicht live; Sentri liefert saubere Stundendaten, die Abrechnung übernimmt das Lohnbüro. Prüfe beim jeweiligen Anbieter den aktuellen Stand des Exports.

Brauche ich Branchensoftware oder reicht ein generischer Dienstplaner? +

Das hängt an deinen Aufgaben. Für reine Schichtplanung kann ein generischer Dienstplaner genügen. Sobald §34a-Nachweise, tariftreue Zuschläge, DFB-Qualifikationen oder das Listenformat deines Auftraggebers eine Rolle spielen, brauchst du security-native Funktionen, die generische Tools nicht mitbringen.

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